Chinin – ein bitter schmeckendes Alkaloid

Chinin

Fast jedem ist Chinin in irgendeiner Form schon mal begegnet – sei es in der Medizin oder in Getränken. Zunächst allerdings handelt es sich bei Chinin um eine chemische Verbindung aus der Gruppe Alkaloide mit festem Aggregatzustand und kristallinen Eigenschaften. Chinin ist ein weißes Pulver, das in Wasser sehr schwer löslich ist und einen bitteren Geschmack aufweist.

Herkunft und Gewinnung

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass der Name Chinin Rückschlüsse auf die Herkunft des Stoffes zulässt. Aber nein, Chinin oder dessen Lieferant, der Chinabaum, stammen nicht aus China. Gewonnen wird der Stoff aus der Rinde des Chinabaumes. Der wiederum gedeiht in den Hochwäldern der Anden bei Venezuela, wo er etwa in einer Höhe von 1500 bis 2700 Metern vorkommt.

Der Name Chinin schließlich entwickelte sich aus der Sprache der Ureinwohner der Anden. Sie wussten bereits um die differenzierte Wirkung der Rinde. So nannten sie sie „Quinquina“, was so viel bedeutet wie: „die Rinde der Rinden“. Durch diese Namensgebung wird ohne Zweifel deutlich, wie wichtig die Gewinnung des Stoffes schon in früheren Zeiten gewesen sein muss.

Die Verwendung von Chinin in Lebensmitteln

Wer kennt ihn nicht, den bitter-süß-sauren Geschmack von Bitter Lemon. Und das bekannte Gesicht dazu ist wohl auch jedermann geläufig. Aber was hat Chinin damit zu tun? Nun, das weiße Pulver aus den Anden ist verantwortlich für den bitteren Geschmacksanteil in diesem beliebten Erfrischungsgetränk. Aber nicht nur in Bitter Lemon auch in anderen alkoholfreien Getränken, zum Beispiel in Tonic Water, ist es zu finden. Und auch alkoholischen Getränken wird es beigemischt, unter anderem verschiedenen weinhaltigen Getränken oder Branntweinen.


Herkunft und Geschichte des Chinins

Es gibt viele Erzählungen rund um die Geschichte des Chinins. Die wohl bekannteste ist die der wunderschönen Gräfin del Chinchon. Sie war Frau des Vizekönigs Don Luis Fernandez de Cabrera Bobadilla y Mendoza von Chinchon. Im Jahr 1638 erkrankte sie in Peru an Malaria. Niemand wusste die Krankheit zu behandeln, geschweige denn zu heilen.

Bis ihrem Leibarzt ein Arzneimittel aus den nördlichen Anden einfiel: die Chinarinde, Quinquina oder auch Rinde der Rinde genannt. Umgehend wurde die Rinde herbeigeschafft und zeigte ihre Wirkung rasch. Die schöne Gräfin wurde wieder gesund und ein neues Heilmittel war entdeckt. Den Ureinwohnern der Anden war die fiebersenkende Wirkungsweise offensichtlich schon länger bekannt. Allerdings nicht in Verbindung mit der Krankheit Malaria.

Chinin – das altbekannte Jesuitenpulver

Nach dieser wundersamen Heilung der schönen Gräfin begann der Import von Chinarinde nach Europa. Vor allem die Jesuiten bereicherten sich an dessen Handel. Sie hielten sich in dieser Zeit zum Schutz der Eingeborenen in Peru auf. Dort kamen sie mit Leichtigkeit an die begehrte Rinde heran. Der spanische Jesuit Juan de Lugo ließ die Chinarinde dann im Jahr 1650 patentieren. Er verkaufte sie unter dem Namen „Jesuitenpulver“. Doch trotz alledem: Kaum jemand wusste bis ins 20. Jahrhundert hinein, dass eigentlich nur ein Bestandteil aus der Chinarinde, nämlich das Alkaloid Chinin, das eigentlich Heilmittel gegen Malaria war.

Von der Rinde zum Alkaloid

Einer dieser wenigen war Antoine François de Fourcroy. Von ihm wurde Chinin erstmals 1792 in unreinem Zustand hergestellt. Oder Pierre Joseph Pelletier und Joseph Bienaimé Caventou. Den beiden gelang es im Jahr 1820, Chinin durch Extraktion mit Alkohol aus der Chinarinde zu isolieren. Sie haben das Extrakt mit Kalilauge verdünnt. Was daraus entstand war ein bitter schmeckender, leicht gelblicher Niederschlag. Sie nannten diese Substanz Chinin. 1823 gewann dann der Apotheker Friedrich Koch in Oppenheim Chinin erstmals in industriellem Maßstab aus der Rinde. Im Jahr 1911 konnte schließlich Pictet die Konstruktion von Chinin aufklären. Bevor schlussendlich 1970 M. R. Uskokovic die Totalsynthese des Alkaloids Chinin gelang.


Wirkung von Chinin

Das wohl bekannteste Einsatzgebiet des Wirkstoffes Chinin ist die Behandlung von Malaria. Vor allem bei der komplizierten Malaria Tropica. Chinin verhindert im Rahmen der Malaria-Behandlung die Bildung des Enzyms Hämpolymerase, auf das die Malaria-Erreger aber zwingend angewiesen sind. Wird dieses Enzym in den roten Blutkörperchen des Erkrankten mithilfe von Chinin abgebaut, so verschwindet allmählich auch die Malaria.

In Deutschland kam das Pulver erstmals offiziell 1916 zur Bekämpfung von Krämpfen zur Anwendung. Außerdem wurde es in früheren Zeiten häufig zur Fiebersenkung eingesetzt.

Chinin wirkt vor allem fiebersenkend, aber auch schmerzstillend und bedingt betäubend. Desweiteren wirkt es in seiner Zubereitung als Chinisulfat krampflösend. Aus diesem Grund gilt es als optionale Behandlungsmöglichkeit bei nächtlichen Wadenkrämpfen: Allerdings in bei weitem geringeren Dosen als in der Behandlung von Malaria. Dabei wirkt das Chinin am Verbindungspunkt zwischen Muskelfasern und Nerven. Die Muskelfunktion wird dabei nicht beeinträchtigt. Nach vier bis 18 Stunden gilt Chininsulfat als im Körper wieder abgebaut.


Chinin in der Medizin

Chinin kam zum ersten Mal 1916 zur Bekämpfung von Wadenkrämpfen zur Anwendung. Auch heute wird es noch dafür eingesetzt, ist aber aufgrund der möglicherweise eintretenden schweren Nebenwirkungen verschreibungspflichtig. Außerdem wurde es in früheren Zeiten häufig zur Fiebersenkung eingesetzt. In den USA wird Chinin ausschließlich zur Behandlung der Malaria Tropica angewendet. Für weitere Krankheitsbilder oder Anwendungsgebiete ist Chinin in den USA nicht zugelassen. Anders in China. Dort wird es in kleinen Mengen hauptsächlich wegen seiner schmerzstillenden und fiebersenkenden Wirkung bestimmten Grippe-Medikamenten beigefügt.

Heute wird Chinin zur Behandlung folgender Krankheitsbilder angewendet:

  • Behandlung von Wadenkrämpfen
  • bei Krampfadern
  • Venenentzündungen
  • Gefäßverstopfungen
  • Gelenkerkrankungen
  • Zuckererkrankungen
  • Schmerzen
  • Erkältungskrankheiten oder
  • in flüssiger Form (Tonic Water) zur Beruhigung eingesetzt.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Chinin ist ein vielseitig einsetzbares und vor allem gutes Heilmittel, das sich seit Jahren bewährt hat. Wenn auch Sie Chinin als Medikament einsetzen wollen, dann wenden Sie sich an Ihren Apotheker. Lassen Sie sich von ihm eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Mischung zubereiten – und testen Sie die Wirkung selbst.

Chinin – harmlos oder doch gefährlich?

Chinin ist ein einzigartiges Produkt mit besonderer Leistung und Möglichkeit. Bei empfindlichen Personen ist dennoch ein vorsichtiger und wohl dosierter Umgang damit geboten. In seltenen Fällen kann Chinin allergische Reaktionen oder Kopfschmerzen auslösen. Im schlimmsten Fall aber führt es zu Tinnitus, Taubheit, Erblindung oder Herzlähmung. Das tritt allerdings nur in den seltensten Fällen auf. Besondere Risiken werden bisweilen auch bei Schwangeren gesehen, die daher davon absehen sollten, chininhaltige Getränke zu konsumieren.


Chinin bei Wadenkrämpfen

Chinin ist wirkungsvoll gegen Wadenkrämpfen

Wadenkrämpfe können höllische Schmerzen verursachen. Die Ursache ist in den meisten Fällen aber harmlos. Beim Laufen im Wald oder bei anderen sportlichen Aktivitäten können Wadenkrämpfe ganz plötzlich auftreten. Sie treten bei weniger sportlich aktiven Menschen und Leistungssportlern gleichermaßen auf. Verantwortlich dafür ist der Wadenmuskel, der sich extrem zusammenzieht und für einige Minuten in dieser Position verharrt. Instinktiv machen die meisten Leute genau das Richtige und führen Fußbewegungen und Dehnübungen durch, um eine schnelle Entspannung herbeizuführen. Es gibt aber auch Wadenkrämpfe, die sich in einer Ruheposition zum Beispiel bei Nacht entwickeln. Viel Menschen werden von derartigen Krämpfen im Schlaf regelmäßig überrascht.

Gefährlich können Wadenkrämpfe werden, wenn so eine Krampfattacke zum Beispiel beim Schwimmen im tiefen Wasser auftritt. Besonders ungeübte Schwimmer geraten da gerne mal in Panik. Die Gefahr des Ertrinkens droht. Nun ist schnelles Reagieren und richtiges Handeln gefragt. In so einer Situation im Wasser ist es wichtig, den Körper umgehend in die Rückenlage zu bringen. Gleichzeitig sollte man mit wechselnden Fußbewegungen und Dehnübungen versuchen, den Krampf zu lösen.

Wadenkrämpfe behandeln und vorbeugen

Die Einnahme von Chinin verringert die Erregbarkeit von Muskeln an den Stellen, wo die Nerven einen Impuls auf einen Muskel übertragen. Durch Chinin zieht sich ein Muskel nicht mehr so stark zusammen.

Bei genereller Neigung zu Wadenkrämpfen wird außerdem empfohlen, regelmäßig Magnesium, Calcium oder Kalium zu sich zu nehmen. Dadurch können ebenfalls die Anfälle minimiert werden. Unterstützend wirkend können auch Getränke, die Chinin enthalten. Diese Substanz kommt beispielsweise in Tonic Water oder Bitter Lemon vor. Je ein Glas davon oder als Kapsel vor jeder sportlichen Aktivität oder vorm Schlafen gehen, kann die Krampfanfälligkeit minimieren. Auch gymnastische Bewegungen, die die Muskulatur erwärmen, können spätere Wadenkrämpfe während des Trainings verhindern.

Sollten die Beschwerden nur sporadischen auftreten, muss sich niemand Sorgen über die eigene Gesundheit machen. Erst wenn die Wadenkrämpfe in gehäufter Form z.B. nachts auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen, um abzuklären, welches Krankheitsbild sich dahinter verbergen könnte.


Chinin bei Malaria

Chinin gegen Malaria

Malaria, auch Sumpffieber genannt, ist eine Infektionskrankheit, die überwiegend in den Tropen angesiedelt ist. Gelegentlich kann sie aber auch in Europa auftreten. Erreger dieser Krankheit sind Parasiten. Die gefährlichste Art der Malaria ist die Malaria Tropica.

Ansteckungswege

Übertragen wird die Malaria durch die Stiche der Anophelesmücke, aber nur durch die weiblichen ihrer Art. Der Übertragungsweg läuft meist wie folgt ab: Ein Mückenweibchen sticht einen an Malaria erkrankten Menschen. Danach sticht sie einen gesunden und lässt dabei durch ihr Speichelrohr die Malaria-Erreger in die Einstichstelle fließen, so ist auch dieser Mensch mit Malaria infiziert. Eine weitere Möglichkeit der Übertragung ist die Bluttransfusion. Wenn beispielsweise infiziertes Blut einer gesunden Person zugeführt wird. Was in unseren Breitengraden allerdings dank intensiver klinischer Kontrollen nicht vorkommen kann.

Symptome der Malaria

Die Übertragungszeit beträgt zwischen zehn und 30 Tagen. Anfangs kommt es zu

  • Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit und
  • leichtem Fieber.

Im weiteren Verlauf, in der sogenannten Hauptphase, treten Fieberanfälle, Schüttelfrost, Wadenkrämpfe und Hitzewallungen auf. Zudem schwillt die Milz stark an, in besonders schweren Fällen kann es zu blutigen Durchfällen, Krämpfen und Leberschwellung führen, schlimmstenfalls tritt Gelbsucht auf.

Behandlung von Malaria

Chinin wird bei der Malaria-Behandlung entweder in Tablettenform oder als Injektion angewendet. Meist erfolgt eine Behandlung in Verbindung mit einem Antibiotikum wie Doxycyclin oder Clindamycin. Aufgrund seiner bedingten Toxizität darf Chinin nur von geschultem Personal verabreicht werden.

Vorbeugung von Malaria

Wer in Malaria-Risikogebiete verreist, sollte unbedingt Vorsorgemaßnahmen treffen. Die wirksamste Vorsorge ist die Einnahme von sogenannten Malariaprophylaxen. Diese sollten schon Tage vor Beginn der Reise, während der Reise und auch noch nach der Rückkehr eingenommen werden. Während des Aufenthalts an solchen Urlaubsorten ist eine Benutzung von langärmeliger Kleidung empfehlenswert. Zur Nachtruhe über dem Bett angebrachte Insektennetze werden ebenfalls empfohlen. Bester Ansprechpartner bezüglich Urlaubsvorbereitung und Malayriaprophylaxe ist in diesem Fall immer der Hausarzt.


Chinin in der Lebensmittelindustrie

Chinin in Erfrischungsgetränken

Heutzutage ist Chinin nicht nur Produkt der Pharmaindustrie, als Heilmittel gegen Malaria und Wadenkrämpfe, sondern auch der Lebensmittelindustrie, als bittere Geschmackskomponente diverser Getränke. Chinin wird durch seinen bitteren Geschmack als erfrischend empfunden.

Im alkoholfreien Bereich sind die bekanntesten Erfrischungsgetränke Bitter Lemon, Bitter Orange und Tonic Water. Daneben enthalten auch einige Spirituosen und weinhaltige Getränke Chinin.

Den größten Marktanteil der chininhaltigen Getränke nehmen die Erfrischungsgetränke ein. Eine leicht bittere Note, kombiniert mit anderen Geschmacksrichtungen, wie süß oder fruchtig, wird von vielen Menschen als erfrischend und schmackhaft empfunden. In der Gruppe der alkoholfreien Erfrischungsgetränke enthält Tonic Water die höchste Menge an Chinin, ca. 61 mg/l bis im Höchstfall 75 mg/l. Tonic Water ist klar, enthält keinen Fruchtsaftanteil und schmeckt am stärksten bitter. Es findet daher häufig in Mixgetränken, wie Cocktails oder Bowlen, Verwendung. In Bitter Lemon oder Bitter Orange sind dagegen im Mittel nur 29 mg/l Chinin enthalten. Wegen des geringeren Chiningehalts und der zusätzlichen Beigabe von Zitronen- bzw. Orangensaft schmecken Bitter Lemon und Orange weniger bitter und werden auch gerne pur getrunken.

Die Beigabe von Chinin im Lebensmittelbereich wird durch die deutsche Aromaverordnung geregelt. Sie verbietet die Beifügung von Chinin in allen anderen Getränken und in sämtlichen Lebensmitteln. Spirituosen dürfen maximal 300 mg/l enthalten, während bei Bitter Lemon, Tonic Water und Co. eine Höchstmenge von 85 mg/l nicht überschritten werden darf.


Nebenwirkungen von Chinin

Mögliche Nebenwirkungen von Chinin sind Kopfschmerzen

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt davor, dass das Alkaloid Chinin für einige Verbrauchergruppen gesundheitlich bedenklich sein kann. So sollten Schwangere besser auf chininhaltige Getränke verzichten, da sie im Übermaß getrunken Wehen fördernde Eigenschaften haben und auch den Embryo schädigen könnten. Bei bestimmten Krankheitsbildern, wie z. B. bei einem Tinnitus oder einer bestehenden Schädigung des Sehnervs sollte auf Chinin ebenfalls verzichtet werden. Im Fall von Herzrhythmusstörungen wird zumindest ein eingeschränkter Konsum chininhaltiger Getränke empfohlen. Die genannten Verbrauchergruppen sollten bei dem Konsum von Erfrischungsgetränken immer auch die Zutatenliste im Auge haben, denn der Hinweis “chininhaltig” muss auf Fertigpackungen, wie z. B. Flaschen, nach einer Richtlinie der EU nicht mehr extra ausgewiesen, sondern lediglich Als Zutat “Aroma Chinin” im Zutatenverzeichnis aufgeführt werden.

Chinin darf keinesfalls angewendet werden bei:

  • einer bekannten Überempfindlichkeit oder Allergie gegen diese Stoff
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • einem geschädigten Sehnerv
  • Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
  • einer vorliegenden Schwangerschaft
  • Herzerkrankungen

Jeder Mensch reagiert anders auf die Einnahme bestimmter Wirkstoffe oder Medikamente. Dennoch gibt es mögliche Nebenwirkungen, die in Zusammenhang mit der Einnahme von Chinin bislang aufgetreten sind. Bekannte Nebenwirkungen sind unter anderem starke Kopfschmerzen, Hör- und Sehstörungen, Nervenschädigungen, Ohrengeräusche, Schwindel, Hautausschlag (Nesselsucht), Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen, Verkrampfungen der Atemwege, Herz-Erregungsleitungsstörungen, Blutdruckabfall, Zustände temporärer Verwirrtheit, Nierenschäden, Blutbildveränderungen und Blutgerinnungsstörungen sowie akute allergische Reaktionen.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist darüber hinaus in Zusammenhang mit der Einnahme von Chinin darauf hin, dass nach oder während der Einnahme des Wirkstoffs Fieber sowie ein Mangel an weißen Blutkörperchen/-blättchen auftreten kann. In diesem Fall sollte Chinin sofort abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Möglich Ursache hierfür sei eine Überempfindlichkeit in Bezug auf Chinin.

Die Arzneimittelkommission weist außerdem darauf hin, dass auch bei der Einnahme von Chinin zur Behandlung von Wadenkrämpfen Vorsicht geboten sei. Tatsächlich bestehe eine Verwechslungsmöglichkeit zwischen Nebenwirkungen und den Anzeichen einer viralen oder bakteriellen Infektion. Sollte daher nach oder während der Einnahme von Chinin zur Behandlung von Wadenkrämpfen beim Patienten Fieber auftreten, sei auch hier geboten, das Chinin sofort abzusetzen und einen Arzt aufzusuchen.


 

Hinweis:
Die vorliegenden Wirkungen von Chinin im Allgemeinen sind, falls nicht direkt in Bezug zu einer entsprechenden wissenschaftlichen Studie gesetzt, nicht wissenschaftlich erwiesen. Sie stützen sich auf die Aussagen einschlägiger Fachportale und persönliche Erfahrungswerte von Betroffenen. Unsere konkret verlinkten Produktempfehlungen eines externen Herstellers setzen wir mit den nachgesagten Wirkungen nicht in Verbindung.